Taverna Magica
Der Schankwirt schaut erwartungsvoll
Stets weiß er, was er tuen soll
Ein Trinker kommt zu der Taverne
„Ein Bier hätt‘ ich jetzt liebend gerne!“
Angesetzt und ausgetrunken
Wird der Wirt herbei gewunken
„Mein Durst ist wie ein wildes Tier
Bring rasch herbei ein zweites Bier!“
Gesagt, getan, das Bier im Krug
Und schnell geleert in einem Zug
Kaum leergetrunken, kommt die Bitte
Nach dem nächsten Bier, das dritte
Dieses Mal mit einem Korn
Das bringt den Trinker ganz nach vorn
Ein zweiter folgt, dann drei, dann vier
Und stets zusammen mit ´nem Bier
Doch einmal muss ein Ende sein
Mit Bier und Korn – dann eben Wein!
Am besten ist der Wein genossen
Wird er in einen Krug gegossen
In großen Schlucken soll man trinken
Danach dem Wirt noch einmal winken
Denn dieser Durst, er quält schon sehr
Wie schnell ist eine Flasche leer!
Branntwein gerne, noch vom Port
Kümmelschnaps in einem fort
Wenn im Kopf ich Stimmen hör‘
Hilft mit Sicherheit Likör!
Wenn es vor den Augen blitzt
Schnell das nächste Glas stibitzt
Immer tapfer leergetrunken
Und dem Wirt nochmal gewunken
Hier ist die Stimmung stets gediegen
Und auch am Boden und im Liegen
Ist man hier jedem Trinker hold –
Der Wirt selbst ist ein Trunkenbold!
Trübe ist er nur zu seh’n
Und wenn er spricht, kaum zu versteh’n
Auch scheint er hin und her zu wanken
Er muss seit morgens früh schon tanken!
Mit diesem Wirt ist diese Klause
Mehr als nur Schenke: ist Zuhause!
Hier ist man Mensch, auch wenn man trinkt
Selbst wenn man später niedersinkt
Drum Dank gilt Wirt und ganzer Schenke
Lob für die Güte der Getränke
Der Wunsch noch für ein langes Leben
Denn dieser Ort hier ist ein Segen!
Nik, Dornum 2025
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